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Auf der letzten Regionalgruppenveranstaltung wurde das Diffundieren von Begriffen in den Alltag diskutiert unter dem Thema: "Begriffe - Debatten - Alltag. Enteignung und Ermächtigung der Soziologie. Aus der sich ergebenden Diskussion der Teilnehmer wurde ein Workshop initiiert und dieser wird am 29. März 2006 in den Räumen des Fraunhofer Instituts in Stuttgart stattfinden.
Unter dem Thema „Begriffe – Debatten – Alltag. Enteignung und Ermächtigung der Soziologie“ wurde auf der letzten Regionalgruppenveranstaltung das Diffundieren von Begriffen in den Alltag diskutiert. Darunter finden sich nicht wenige, die ihren Ursprung in den Sozialwissenschaften und der Soziologie haben, wie zum Beispiel Identität und Individualität, aber auch andere wie Nachhaltigkeit und vor allem Innovation. An dem Beispiel des Begriffs der Innovation wurde in einem Impulsstatement von René John dargestellt, das diese Diffusion der sozialwissenschaftlichen Begriffswelt Anlass sein kann und muss für eine sozialwissenschaftliche Ermächtigung: die Debatten in Politik und Ökonomie und jedem anderen Bereich der Gesellschaft anzureichern und damit die in den letzten Jahren vieldiskutierte Relevanz der Soziologie unter Beweis zu stellen.
Aus der sich ergebenden Diskussion der Teilnehmer wurde ein Workshop initiiert, bei dem es um den praktischen und analytischen Stellenwert des Innovationsbegriffes gehen soll. Dabei soll über den Gebrauch des Innovationsbegriffes in den verschiedenen Arbeitsfeldern und Problembereichen beraten und die Frage diskutiert werden, inwiefern deren Gebrauch bei den alltäglichen Anforderungen praktikabel ist und wo diese ihre Grenzen finden. Diese erste Diskussion soll Ausgangspunkt für weiter reichende Überlegungen sein, die sich mit den Möglichkeiten einer allgemeinen Kriterienbildung für einen realitätsrobusten und empiriesicheren Innovationsbegriff befassen.
Der Workshop findet am 29.3.06 ab 15:00 Uhr in den Räumen des Fraunhofer IAO (Office Innovation Center: http://oic.fhg.de) in der Rosensteinstr. 22-24 in 70191 Stuttgart statt. Nach einer Besichtung des „Bürolabors“ werden ab 16:00 Uhr die Inputreferate von Dr. Peter Ohlhausen (Fraunhofer IAO) und Dr. Jens Aderhold (ISInova Berlin und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) gehalten.
Protokoll Innovationsworkshop 29.03.2006 87.80 Kb
Vortrag Aderhold 29.03.2006 1.02 Mb
Vortrag Ohlhausen 29.03.2006 2.41 Mb
Wie im Innovations-Workshop vom 29.3.06 angeregt haben wir für den 21.9. einen neuen Workshop zum Thema Innovation organisiert, um offene Fragen weiter zu diskutieren. Dieser Workshop „Innovation im sozialwissenschaftlichen Fokus“ wird neben den Ergebnissen des 1. Innovations-Workshops Beiträge zum eigenen Umgang mit Innovation im sozialwissenschaftlichen Kontext diskutieren. Zentrale Fragen werden dabei sein:
· Welcher Gebrauch des Innovationsbegriffes liegt in verschiedenen Arbeitsfeldern und Problembereichen vor? Inwiefern ist deren Gebrauch praktikabel, das heißt anschlussfähig im jeweiligen Relevanzkontext und wo findet er seine Grenzen?
· Welche Möglichkeiten zur allgemeinen Kriterienbildung lassen sich aus dem eigenen Gebrauch der Innovationssemantik ableiten?
· Welchen Anforderungen müssen die Innovationskriterien genügen? Was können dabei „realitätsrobuste“ und „empiriesichere“ Anzeiger sein?
In Zusammenarbeit mit dem FZ I&D (Forschungszentrum Innovation und Dienstleistung der Uni Hohenheim) und dem ISInova findet dieser am 21.09. ab 14 Uhr in den Räumen des FZ I&D (Verfügungsgebäude, Raum 2.52, Fruwirthstraße 12, 70599 Stuttgart-Hohenheim) unter dem Titel „Innovation im sozialwissenschaftlichen Fokus“ statt
Als Einstimmung wird der Geschäftsführer des FZ I&D, Andreas Dietrich, die Einrichtung und deren Arbeitsinhalte vorstellen. Einleitend zum eigentlichen Workshop möchten wir noch einmal das Wichtigste aus dem Innovations-Workshop vom 29. 3. anhand des Protokolls rekapitulieren. Annie Waldherr von der Uni Hohenheim wird aus ihrer kommunikationswissenschaftlichen Sicht die Problematik mit dem Begriff der Innovation in empirischer Hinsicht darstellen. Ein weiterer Diskussionspunkt wird ein Textentwurf von René John und Jens Aderhold, der einige diskutierte Punkte nochmals zusammenfasst. Beiden Autoren bitten um kritische Anteilnahme und erhoffen sich dadurch die Diskussion des Workshops anzuregen und für sich selbst Impuls zu erhalten. PROGRAMM (14:00 bis 19:00 Uhr)
1. Das FZ I&D stellt sich vor (Professor Kirn / Andreas Dietrich – Vorstand/Geschäftsleitung) (ca. 30’)
2. Rekapitulation der Diskussion anhand des Protokolls zum Workshop (Moderation T. Noack & R. John) (ca. 20’)
3. René John (Universität Hohenheim, ISInova): Vorstellen des Textes „Neuheit als Problem der Gesellschaft“ (ca. 40’)
Neuheit als Problem der Gesellschaft oder auch über den Link Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften
4. Annie Waldherr (Universität Hohenheim) Vortrag (ca. 60’)
5. Absichten zum weiteren Verlauf der BDS-Workshop-Reihe „Innovation“ (Moderation T. Noack & R. John) (ca. 30’)
6. Ende gegen 19 Uhr mit anschließender Möglichkeit zum gemeinsamen Essen Anmeldungen und Fragen sind an René John (renejohn@uni-hohenheim.de) oder Torsten Noack (torsten.noack@uni-tuebingen.de) zu richten (Feedback).
Innovations-Workshop 39.86 Kb
Anfahrt 156.81 Kb
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